1914/18 – Ein Elsässer in der österreichisch-ungarischen Marine

Die Verwendung von Heinrich G, in der kaiserlichen und königlichen österreichisch-ungarischen Marine (KuK) bleibt ein Rätsel. Er diente während des Krieges 1914-1918 als Matrose auf der Donau. Er wurde auf einem kleinen Schiff in einer kleinen Mannschaft eingesetzt, in der ein gutes Einvernehmen herrschte.

Der Krieg war für ihn nie wie der Krieg in den Schützengräben. Ihre Aufgabe bestand vor allem darin, zu patrouillieren, den Fluss zu überwachen und Verbindungen herzustellen. Er nahm nie an direkten Gefechten teil und war stolz darauf: Er hatte niemanden getötet.

Das Leben verlief im Rhythmus des Flusses. Bei langen Wartezeiten legten sie manchmal auf den Donauinseln an. Um sich das Leben zu erleichtern, jagten sie junge Krähen und fischten, wenn es möglich war. Diese einfachen Momente zählten viel: Sie machten den Krieg erträglich und stärkten die Kameradschaft.

An diese Zeit hatte er sehr gute Erinnerungen: das Leben an Bord, die Landschaften, die Solidarität unter den Männern und das Gefühl, seine Pflicht erfüllt zu haben, ohne seine Menschlichkeit zu verlieren.

  Sein einziges Bedauern später war, dass Deutschland den Krieg verloren hatte. Dieses Bedauern war nicht das eines Mannes, der die Gewalt geliebt hätte, sondern das eines Matrosen, der loyal und ohne Hass gedient hatte und in der Niederlage das Ende einer Welt und einer Jugend sah.

das am 30. März 1867 gegründete Kaiserreich Österreich-Ungarn wurde am 31. Oktober 1918 aufgelöst. Seine kaiserliche und königliche Marine nahm an der Seite des Deutschen Reiches am Krieg von 1914/18 teil. Ihre kosmopolitischen Besatzungen bestanden aus Österreichern, Ungarn, Serben und Deutschen, darunter auch Elsässer, die in ihrer Donauflottille dienten (Motorbootflottille a. d. Donau) (K.u.K. Donauflottille).

Die Donauflottille war eine Marineeinheit, die hauptsächlich mit der Grenzverteidigung, dem Flankenschutz des Heeres und der Sicherung der Flussübergänge über die Donau betraut war. Sie kämpfte insbesondere ab 1914 gegen Serbien und ab August 1916 gegen Rumänien. Die Flottille bestand aus Flussmonitoren, Patrouillenbooten, Kanonenbooten, Minensuchbooten und Hilfsschiffen.

Schätzungen zufolge dienten zwischen 1.000 und 2.000 Seeleute und Offiziere in der Donauflottille, je nach Umfang der Operationen und der ihnen zugewiesenen Aufgaben.


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